Die LOBBYIES-Lösungen:
So drehen wir den Spieß um
LOBBYIES ist keine Partei. Wir wollen keine Posten. Wir sind die Lobby der 84 Millionen – und wir fordern nichts Radikales, sondern das Selbstverständlichste der Welt: Leistung für Geld.
1. Liefern oder gehen: das Leistungsprinzip für die Politik. Jedes Ministerium, jede Regierung bekommt öffentlich messbare Ziele: Sanierungsquote der Schulen, Pünktlichkeit der Bahn, Bearbeitungszeiten der Ämter, Investitionsquote. Transparent, für jeden einsehbar, jährlich überprüft. Wer seine Ziele wiederholt verfehlt, hat die Konsequenz zu tragen, die in jedem anderen Beruf selbstverständlich ist: den Rücktritt. Wir werden den öffentlichen und finanziellen Druck aufbauen, bis genau das zur Normalität wird.
2. Erhalt vor Prestige: die gesetzliche Investitions- und Erhaltungspflicht. Dein Auto muss zum TÜV – aber für Brücken, Schulen und Schienen gibt es keine verbindliche Erhaltungspflicht? Schluss damit. Wir fordern einen festen, zweckgebundenen Mindestanteil aller Steuereinnahmen für Substanzerhalt und Investitionen – gesetzlich verankert, unantastbar für Wahlgeschenke und Haushaltstricks. Erst wird das Dach repariert, dann das Prestigeprojekt eröffnet.
3. Der gläserne Haushalt: Jeder Euro. Öffentlich. Nachvollziehbar. Fast eine Billion Euro Steuereinnahmen – und kein Bürger kann ohne Doktorarbeit nachvollziehen, wo sie versickern. Wir fordern ein öffentliches Echtzeit-Haushaltsportal: jede Ausgabe, jede Subvention, jedes Beraterhonorar, jeder Personalaufwuchs – durchsuchbar für jeden. Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten. Diesen Satz hört der Bürger seit Jahren. Zeit, ihn zurückzugeben.
4. Staat auf Diät: Aufgabenkritik statt Stellenaufbau. Bevor auch nur eine neue Behördenstelle entsteht, muss die Frage beantwortet werden: Braucht es diese Aufgabe überhaupt noch? Wir fordern eine radikale, unabhängige Aufgabenkritik des gesamten Staatsapparats, konsequente Digitalisierung statt Personalvermehrung – und eine eiserne Regel: Neue Stellen nur dort, wo Bürger sie spüren. Am Krankenbett. Im Klassenzimmer. Im Bauamt. Nicht im dritten Stab des vierten Beauftragten.
5. Die Belastungsbremse: Keine Erhöhung ohne Gegenleistung. Solange der Staat nachweislich Milliarden nicht sinnvoll verbaut, verbietet sich jede Diskussion über höhere Steuern und Abgaben von selbst. Wir fordern eine Belastungsbremse: Steuer- und Abgabenerhöhungen erst, wenn der Staat bewiesen hat, dass er mit dem vorhandenen Geld Ergebnisse liefert. Erst Leistung. Dann Rechnung. So herum funktioniert jedes Geschäft der Welt – außer diesem.
6. Die Gegenlobby: DU. Konzerne haben Lobbyisten. Verbände haben Lobbyisten. Wer vertritt eigentlich dich – den Menschen, der die 49,3 Prozent bezahlt? Genau dafür gibt es LOBBYIES: die organisierte Stimme derer, die dieses Land finanzieren. Und das Beste: Du musst dafür nicht auf die Straße. Folgen, teilen, dranbleiben – jede Reichweite ist Druck. Denn Politiker fürchten nichts so sehr wie eine Öffentlichkeit, die hinschaut und nicht mehr weggeht.

Wir zahlen wie ein Luxushotel – und wohnen in der Bruchbude
Stell dir ein Restaurant vor: Du zahlst den zweithöchsten Preis der Welt – und bekommst einen kalten Teller, ein kaputtes Klo und einen Wirt, der dir erklärt, er brauche nächstes Jahr mehr Geld. Dieses Restaurant heißt Deutschland. Und die Rechnung wird dir vom Gehalt abgezogen, bevor du sie je gesehen hast.
Die Rechnung: Weltspitze
Deutschland hat die zweithöchste Abgabenlast aller 38 OECD-Länder. Ein alleinstehender Durchschnittsverdiener gibt 2025 49,3 Prozent seiner Arbeitskosten an den Staat ab – nur Belgien liegt mit 52,5 Prozent noch darüber. Der OECD-Durchschnitt: 35,1 Prozent. Selbst Familien mit zwei Kindern zahlen hierzulande 42,6 Prozent, während der OECD-Schnitt bei 29,8 Prozent liegt.
Die gesamtstaatlichen Steuereinnahmen lagen 2025 bei rund 991 Milliarden Euro – Tendenz: steigend, bis 2030 werden über 1,15 Billionen Euro prognostiziert. Deutschland hat kein Einnahmenproblem. Deutschland hat noch nie so viel Geld eingenommen wie heute.
Und was bekommen wir dafür?
Die Gegenleistung: Ruine mit Ansage
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Schulen: Der kommunale Investitionsstau erreicht 2026 mit 231,2 Milliarden Euro einen historischen Rekord – allein 68,9 Milliarden entfallen auf Schulen. 44 Prozent der Kommunen nennen ihre Finanzlage „mangelhaft".
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Universitäten: Sanierungsstau von mindestens 74 Milliarden Euro. Im Mai 2026 musste die TU Berlin ihr komplettes Hauptgebäude sperren. Eine technische Universität.
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Krankenhäuser: Über 6 Milliarden Euro Investitionsbedarf pro Jahr – die Länder zahlen seit Jahren nur die Hälfte, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet sind.
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Bahn: 2025 kamen im Fernverkehr nur 60,1 Prozent der Züge pünktlich an – im Oktober waren es 51,5 Prozent. Ein Münzwurf. 2022 lagen wir noch bei rund 81 Prozent.
Und der Staat selbst?
Wächst. Und wächst. Und wächst.
Der Bundeshaushalt 2026 erreicht mit rund 525 Milliarden Euro einen Rekord – mit Sondervermögen sind es 630 Milliarden, finanziert mit fast 98 Milliarden neuen Schulden. Im öffentlichen Dienst arbeiten 5,4 Millionen Menschen – fast 96.000 mehr in nur einem Jahr. Jeder achte Erwerbstätige arbeitet inzwischen für den Staat.
Aber er wächst nicht dort, wo du ihn brauchst – am Krankenbett, im Klassenzimmer, im Bauamt –, sondern in Ministerien, Stäben und Behörden.
Das ist die eigentliche Pointe dieses Trauerspiels:
Wir zahlen Höchstpreise für einen Staat, der zu schwerfällig geworden ist, um unser eigenes Geld sinnvoll für uns auszugeben.
Warum passiert das?
Weil es niemanden etwas kostet.
Kein Minister musste je zurücktreten, weil eine Autobahnbrücke gesperrt wurde. Kein Staatssekretär verlor seinen Posten, weil eine Schule verrottet. Kein Abgeordneter büßte auch nur einen Cent seiner Diäten ein, weil die Bahn ein Jahrzehnt lang kaputtverwaltet wurde.
In jedem Unternehmen dieser Welt gilt:
Wer liefert, bleibt. Wer nicht liefert, geht.
Nur in der deutschen Politik gilt:
Wer nicht liefert, wird umgebildet, weggelobt oder sitzt es aus – und die Rechnung zahlst du. Mit 49,3 Prozent.
Das ist kein Naturgesetz. Das ist ein Systemfehler. Und Systemfehler kann man beheben.
Steuer-Vizeweltmeister, Leistungs-Absteiger:
Wir zahlen wie ein Luxushotel – und wohnen in der Bruchbude
Fazit ist einfach – und deshalb so unbequem
Wir sind nicht zu arm für funktionierende Schulen, pünktliche Züge und moderne Krankenhäuser. Wir sind das Land mit den zweithöchsten Abgaben der entwickelten Welt und Rekordeinnahmen von fast einer Billion Euro.
Das Geld ist da. Was fehlt, sind Konsequenzen für die, die es verwalten.
Ein Staat, der Höchstpreise verlangt und Bruchbuden liefert, hat kein Recht auf unsere Geduld. Er hat eine Pflicht zur Leistung.
Wir sind LOBBYIES. Die Lobby, die DU bist. Und wir fangen gerade erst an.
Quellen
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OECD / Bundesfinanzministerium: BMF-Monatsbericht Juli 2026 – Abgabenkeil Deutschland 2025: 49,3 % (Platz 2 der OECD). https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2026/07/Inhalte/Kapitel-2-Analysen/2-3-steuern-im-internationalen-vergleich-2025.html
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KfW-Kommunalpanel 2026 (KfW/Difu): Investitionsstau der Kommunen 231,2 Mrd. €, Schulen 68,9 Mrd. €; Kommunalpanel 2025: geplante vs. tatsächlich verbaute Investitionen. https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-Details_897920.html
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Hochschulrektorenkonferenz / Forschung & Lehre: Sanierungsstau Hochschulen mind. 74 Mrd. €. https://www.forschung-und-lehre.de/management/hochschulbau-ist-eine-ewigkeitsaufgabe-6651
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GKV-Spitzenverband / DKG: Investitionsbedarf der Krankenhäuser über 6 Mrd. €/Jahr, nur zur Hälfte gedeckt. https://www.gkv-spitzenverband.de/gkv_spitzenverband/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemitteilung_1459200.jsp
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Deutsche Bahn, Jahresbilanz 2025: Pünktlichkeit Fernverkehr 60,1 %, Tiefstand Oktober 2025: 51,5 %. https://eisenbahn.de/geramond-vgb/jahresbilanz-2025-puenktlichkeit-der-deutschen-bahn-sinkt-weiter_17653
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Statistisches Bundesamt: Öffentlicher Dienst – 5,4 Mio. Beschäftigte, +95.900 in einem Jahr. https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Oeffentlicher-Dienst/_inhalt.html
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Bundeshaushalt 2026: Kernhaushalt ca. 525 Mrd. €, inkl. Sondervermögen ca. 630 Mrd. €; Steuereinnahmen 2025: ca. 991 Mrd. €. https://www.bundeshaushalt.de/
